e-kuma SUN 3000W: Ausführliches Review des schönen 45 Km/h Elektrorollers

Wir haben den 45 Km/h-Elektroroller e-kuma SUN 3000W im Langzeitreview und beschreiben Dir hier detailliert unsere Eindrücke und Erfahrungen.

 

Falls Elektro-Motorroller noch neu für Dich sind erhältst Du ausserdem ganz nebenbei noch jede Menge wertvoller Basisinfos.

 

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Schicke uns danach einfach eine kurze Mail an  mit:

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Selbstverständlich kannst Du Deinen Bonuscode auch weiter verschenken.

Bedenke nur, dass jeder Bonuscode nur für eine Freischaltung funktioniert.

 

e-kuma SUN 3000W

 

 

Der SUN 3000W von e-kuma ist ein Elektroroller der L1e-Klasse, die auch Moped- oder 50er-Klasse genannt wird, benannt nach den Mopeds mit 50ccm Verbrennungsmotoren.

D.h., er hat eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 45 Km/h.

Um ihn fahren zu dürfen, brauchst Du wenigstens einen Führerschein der Klasse AM („Moped-Führerschein“ ab 15 Jahren) oder einen Führerschein der Klasse B (PKW-Führerschein). Selbstverständlich kann er auch mit Motorradführerscheinen aller Klassen gefahren werden.

Es gibt den Roller auch mit mehr Leistung und höherer Höchstgeschwindigkeit. Diese Ausführungen benötigen jedoch andere Führerscheine und fahren in der L3e-Klasse.

In diesem Review geht es ausschließlich um den SUN 3000W mit 45 Km/h.

 

 

Ist ein Elektroroller etwas für Dich?

 

e-Motorroller sind vor allem in der Stadt sehr praktisch und ausserdem günstig und ressourcenschonend:

  • Du kannst mit ihnen in der Stadt die gleichen Strecken zurücklegen wie mit einem Auto
  • Vorteile vor Ampeln und im Stau.
  • Direkt vor der Tür parken, keine Parkplatzsuche.
  • Bruchteil der PKW-Kosten für Anschaffung, Betrieb und Wartung.
  • Bei Modellen mit entnehmbaren Batterien (wie dem e-kuma SUN 3000W) kannst Du die Batterien bequem mit in die eigene Wohnung nehmen und dort an der eigenen Steckdosen (hoffentlich mit Ökostrom) aufladen.
  • Der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung und im Betrieb ist ebenfalls nur ein Bruchteil von dem jedes PKW.
  • Benötigt sowohl beim Fahren als auch bei Parken deutlich weniger Raum als jeder PKW
.
  • Leise Abrollgeräusche seiner Reifen machen ihn leiser als jedes Elektroauto.

Wenn es nicht gerade schneit oder stark regnet bzw. Eis liegt, kannst Du einen e-Motorroller praktisch das Jahr über fahren. (Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung, sagt ein Hamburger Sprichwort.)

Im Fussraum kannst Du Einkaufstaschen gut einhängen und abstellen. Auf einem Gepäckträger kannst Du einen Karton festzurren. Wir machen so seit Jahren unsere Wocheneinkäufe und können dabei jedesmal fast direkt vor den Supermarkteingängen parken, ohne Leute zu behindern.

Obwohl wir im Team praktisch alle Fahrzeuge der „kleinen e-Mobilität“ (alles mit „e“, was kleiner ist als normale PKW) regelmäßig fahren, sind e-Motorroller nach unserer einstimmigen Meinung im Team die vielseitigsten Elektrofahrzeuge für die Stadt.

 

Tipp:

Wenn Du unsicher bist, ob ein Elektro-Motorroller etwas führ Dich ist, probiere doch erstmal einen im Sharing aus, falls es einen Service in Deinem Wohnort gibt. Die drei bekanntesten Anbieter sind z.B. Felyx, emmy und Tier.

Besonders Felyx und emmy erwähnen wir hier, weil wir weiter unten den Fahreindruck des SUN 3000W mit dem der Fahrzeuge von Felyx und emmy vergleichen, damit Du einen „griffigen“ Eindruck bekommst.

Wenn Du im Norden bei Hamburg oder Bremen wohnst, kannst Du mit e-kuma auch eine ausführliche Probefahrt vereinbaren. Der Roller wird dafür sogar bis zu Dir gebracht. Oder Du schaust bei e-kuma in Buchholz vorbei.

 

 

Wer ist e-kuma?

 

e-kuma ist ein junges Unternehmen aus Buchholz bei Hamburg, das Elektroroller aus China importiert.

Zur Einordnung:

Bei e-Scootern werden praktisch alle in Deutschland zugelassenen Modelle in China produziert, bei e- Motorrollern ist der Anteil zwar etwas kleiner, aber immer noch dominierend.

Das Vorurteil von „Billigrollern“ haben sie spätestens abgelegt, seit die führenden in Europa verkauften Marken chinesische sind.

Das Führungsteam von e-kuma hat selbst enge (auch familiäre) Verbindungen zum Zweiradhandel in China und kennt die importierten Fahrzeuge daher besser als viele andere Importeure. Wir haben schon am Anfang unseres Reviews e-kuma als engagiert und detailkompetent kennengelernt.

Weil e-kuma seine Roller direkt vom chinesischen Hersteller ohne Zwischenhändler bezieht sind die Preise vergleichsweise günstig. e-kuma verkauft auch ausschliesslich über den eignen Standort, bzw. Direktversand, so dass weitere Händlermargen entfallen. Schliesslich entfallen durch die Nähe zum Hamburger Hafen, wo die Roller ankommen, weitere Transportkosten innerhalb Deutschlands.

 

 

 

Was ist ein „Offenes Design“?

 

Das Design des e-kuma SUN ist ein sogenanntes „offenes Design“, das verschiedene Marken für Ihre Elektroroller nutzen können.

Wir veröffentlichen in den nächsten Tagen einen ausführlichen Beitrag zum Thema "Offenes Design".

Dabei ist der SUN 3000W einer der günstigeren mit dem gleichen Design. Zum Teil ist das sicher auf die Einkaufskonditionen von e-kuma zurückzuführen. Zum anderen auf den Verzicht von einigen Ausstattungsdetails, wie z.B. einer eigenen App.

Wir waren neugierig, wie sich dieses im Vergleich günstige Angebot im Alltag schlägt und sind daher selbst auf e-kuma zugegangen für ein Langzeit-Review dieses unserer Meinung nach sehr interessanten Elektrorollers.

 

 

Kleine Anmerkung zu den Fotos

 

Die Fotos, die Du hier siehst, haben wir an verschiedenen Locations in Hamburg aufgenommen.

Viele davon liegen auf der Route unserer HalloHamburgTour, die Du schon in Kürze mit dem eScootee Online-Tourguide mit Deinem eigenen Fahrrad, Pedelec oder e-Scooter jederzeit starten kannst.

Alle Infos dazu findest Du schon jetzt hier: HalloHamburgTour

 

 

Anlieferung

 

Im Umkreis von 85 Km um Buchholz, d.h. im Bereich von Hamburg und Bremen etc. liefert e-kuma selbst aus. Und der Roller wird dann fahrbereit ohne Verpackungsmüll angeliefert.

Alle übrigen Regionen werden mit CO2-Kompensation per Spedition beliefert.

e-kuma gibt eine Lieferung innerhalb von 5-7 Tagen an.

 

 

Erster Eindruck

 

Der erste optische Eindruck

 

Der e-kuma SUN 3000W wirkt klassisch, sehr gut proportioniert und „erwachsen“.

Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck.

Wir haben den Elektroroller in einem matten, leicht schimmernden Schwarz, das sein klassisches Design angenehm unterstreicht.

 

 

Alternativ gibt es den SUN 3000W auch in grau, blau, rot und weiss.

 

 

Ausserdem kann bei bei jeder Farbe ohne Aufpreis zwischen einer schwarzen oder braunen Sitzbank gewählt werden.

 

 

 

Reaktionen

 

Beim Vorbeifahren

Der Roller fährt sehr leise, was auch seinem Nabenmotor im Hinterrad geschuldet ist.

Die typischen Reaktionen, wenn man mit dem Roller an Leuten vorbeifährt kennt jede(r) Elektrorollerfahrer(in): viele Leute drehen sich um und wundern sich, warum sie kein Motorgeräusch hören.

Während andere Elektroroller, wie z.B. die Modelle im Sharing, eher zierlich wirken, erscheint der SUN vielen Leuten offensichtlich wie ein „Großer“.

Wenn man langsam an ihnen vorbeifährt, bekommt man auch das eine oder andere Lächeln zurück.

Wir bemerken auch immer mal wieder eine höhere „Toleranz“ bei zu Fuß gehenden, wenn man mit einem Elektroroller auf Wege ausweicht, wo man mit einem solchen Fahrzeug eigentlich nichts zu suchen hat.

 

 

Beim Aufnehmen von Fotos

Als wir die Fotos, die Du hier siehst, aufgenommen haben, sind wir immer wieder auf den Roller angesprochen worden.

Wir kennen das schon von anderen "kleinen Elektrofahrzeugen". Bei dem SUN 3000W war es nicht anders.

Nur, dass manche überrascht waren, dass der SUN ein Elektroroller ist. Gefallen hat das Design also generell vielen Leuten.

Jedoch sind wir beim SUN mehr von Männern, als von Frauen angesprochen worden. Einige davon waren selbst bereits Motorradfahrer (zum Teil sogar elektrisch) und haben mit dem Gedanken gespielt, sich einen Roller für die täglichen Fahrten in der Stadt anzuschaffen. Das „große“ Motorrad bleibt dann für Ausflüge am Wochenende. Es ist eben doch („gefühlt“) unkomplizierter sich in der Stadt mal schnell ohne volle Motorradmontur auf einen Motorroller zu setzen, als ein ausgewachsenes Motorrad zu besteigen.

 

 

Ausstattung

 

Zusammen mit dem Roller bekommst Du:

  • Ein Ladegerät
  • Sicherungen
  • Papiere für die Versicherung
  • Bedienungsanleitung
  • Serienmäßig eine Batterie
  • Zündschlüssel mit Fernbedienung

 

 

Maße und Gewichte

 

Maße

Der SUN 3000W ist auf den ersten Blick etwas größer als andere bekannte Elektroroller.

Vergleich:

Der NIU aus der N-Serie, den Felyx nutzt, sowie der Yadea G5, den emmy in vielen Städten im Sharing anbietet sind beide ca. 10 cm kürzer als der SUN. Und die Sitzhöhe des SUN 3000W ist ca. 5 cm höher.

 

 

Radgröße

 

Der SUN fährt vorn und hinten auf 12 Zoll-Rädern.

 

 

Das ist eine normale Radgröße für Elektroroller.

 

 

Gewicht

 

Der SUN 3000W wiegt ca. 92 Kg mit einer Batterie und knapp unter 100 Kg mit zwei Batterien.

Seine erlaubte Zuladung liegt bei ca. 150 Kg (knapp drunter oder darüber, je nachdem ob Du eine zweite Batterie an Bord hast).

Für einen Elektroroller ist das Gewicht des SUN „handlich“.

 

 

Motor und Batterie(n)

 

Der e-kuma SUN 3000W hat einen 3.000 Watt (Nennleistung) Radnabenmotor.

 

 

Leistung

 

Was bedeutet 3.000 Watt Nennleistung?

Nennleistung bei Elektromotoren:

  • Leistung, die ein Elektromotor dauerhaft abgeben kann.

Maximalleistung bei Elektromotoren:

  • Sie kann typischerweise je nach Konfiguration 10% - 100% (oder mehr) über der Nennleistung liegen.
  • Diese können Elektromotoren kurzfristig (z.B. bei Beschleunigungen) abgeben, aber nicht dauerhaft halten.

Die Maximalleistung des SUN Motors liegt bei 3.800 Watt.

Mit dieser Leistung reiht er sich klar im stärkeren Feld der 45 Km/h Elektroroller ein.

 

 

Radnabenmotor

 

Bei einem e-Motorroller sind die beiden häufigsten Motorvarianten: Radnabenmotor (die meisten) oder Mittelmotor mit Ketten- oder Riemenantrieb.

 

Radnabenmotor:

Radnabenmotoren, wie beim SUN 3000W, sitzen typischerweise im Hinterrad und geben ihre Kraft direkt an das Rad ohne über die Kette (oder einen Riemenantrieb) zu gehen.

 

Mittelmotor:

Dabei sitzt der Motor im Rahmen und gibt seine Kraft per Kette oder Riemen an das Hinterrad ab.

 

Unterschiede:

  • Lautstärke:

    Ein Radnabenmotor ist beim Fahren normalerweise deutlich leiser.

    Das Laufgeräusch der Kette oder des Riemens bei Mittelmotoren ist bei einigen Modellen so hörbar, dass diese beim Vorbeifahren kaum von (leiseren) Rollern oder kleinen Motorrädern mit Verbrennungsmotor zu unterscheiden sind.
  • Ansprechverhalten:
    
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass vergleichbare Elektroroller, trotz identischer Motorleistung, mit Nabenmotor sportlicher „ansprechen“ und leicht bessere Beschleunigungswerte haben, als Modelle mit Ketten- oder Riemenantrieb.
  • Federung:
    
Ein theoretisches Argument gegen Radnabenmotoren ist deren trägere Federung wegen der höheren „ungefederten Massen“, also wegen des höhen Gewichtes des Hinterrades mit eingebautem Elektromotor.

    Das Argument wird (leider) ein bisschen irrelevant, weil fast ausnahmslos alle Elektro- und Motorroller unserer Erfahrung nach ohnehin etwas zu hart abgestimmte Federungen haben.
    Das heist nicht, dass sie unbequem sind, nur dass unserer Meinung nach zu wenig Augenmerk auf die Federung gelegt wird.

Was bedeutet das für den SUN 3000W? Die Entscheidung für einen Radnabenmotor ist für einen Elektroroller klar die richtige.

 

 

Der versteckte Stecker

 

Am hinteren Teil unter der Sitzbank befindet sich eine Abdeckung.

Darunter hast Du Zugriff auf verschiedene Steckverbindungen.

Eine davon ist werkseitig nicht zusammengesteckt. e-kuma hat uns darauf aufmerksam gemacht.

 

 

Wir empfehlen diese zusammenzustecken.

 

 

Dadurch wird das Ansprechverhalten des Elektromotors „geglättet“.

Wenn die Steckverbindung noch offen ist, soll der Roller „sportlicher“ fahren. Wir haben es allerdings eher als „ruppig“ empfunden, ohne dass die Fahrleistungen besser gewesen wären.

D.h., sowohl beim Anfahren als auch beim Stromgeben während der Fahrt ist ein gleichmäßiges Fahren schwer möglich.

Als wir den Stecker zusammengesteckt haben, war es als würden wir einen ganz anderen Roller fahren. Er fühlte sich sofort erwachsener und ausgereifter an. Sowohl beim Anfahren, als auch während der Fahrt.

Also die Empfehlung: definitiv den Stecker zusammenstecken.

Zu den weiteren Fahreindrücken kommen wir gleich weiter unten.

 

 

Batterie(n) und Laden

 

Batteriekapazität

 

Der e-kuma SUN 3000W hat serienmäßig eine einzelne herausnehmbare Batterie mit einer Kapazität von 23,4 Ah.

Multipliziert mit der Betriebsspannung von 60 V ergibt das einen Energieinhalt von 1,404 Wh.

Das liegt eher im unteren Mittelfeld der Elektroroller.

Doch baulich ist der Platz für eine zweite Batterie bereits vorhanden.

 

 

Eine zweite identische Batterie bekommst Du für 599 Euro. Das ist im Vergleich sehr günstig. Bei anderen Marken liegen die Preise für Zweitbatterien (je nach Kapazität und Marke) zwischen 900 und 1.500 Euro.

Wir empfehlen für den SUN 3000W daher gleich die zweite Batterie mit zu kaufen.

Damit kommst Du entsprechend auf eine Kapazität von 46,8 Ah und einen Energieinhalt von 2.808 Wh. Das ist ein guter Wert für die Nutzung in der City.

Zu den Reichweiten kommen wir auch gleich weiter unten.

Es wird dabei immer nur eine Batterie angeschlossen. D.h., wenn diese leergefahren ist, mußt Du den Stecker auf die zweite Batterie umstecken.

Das ist bei verschiedenen Marken und Modellen so. Es mag zwar umständlich erscheinen, hat jedoch in der Praxis auch einen Vorteil: wenn immer erst eine Batterie entladen wird, muss oft auch nur eine Batterie nachgeladen werden.

Wenn aber von Anfang an zwei Batterien gleichzeitig den Strom für den Motor liefern, mußt Du jedesmal beim Nachladen beide Batterien wieder etwas nachladen.

Die Batterie hat übrigens eine Anzeige, die Dir auf Knopfdruck den Ladestand anzeigt.

 

 

Doch hier gilt das gleiche wie bei allen solchen Batterieanzeigen: Wenn die Batterien sich nach einer Nutzung „entspannt“ haben, zeigen sie etwas „optimistische“ Werte an, die sich schnell reduzieren, sobald sie wieder arbeiten.

Praktisches Beispiel: Direkt nach einer Fahrt hast Du einen Ladestand von noch 50%. Wenn Du eine Stunde später wieder auf die gleiche, seitdem nicht benutzte, Batterie schaust, zeigt sie Dir z.B. 60% an. Wenn Du danach die Batterie wieder nutzt, springt sie schnell wieder auf die „echten“ 50%.

Das gilt für alle Marken und Batterien. Also nimm solche Anzeigen eher als einen groben Richtwert.

 

 

Batteriegewicht

 

Batterien sind generell schwer.

Mit je 7,8 Kg gehören die Batterien des SUN 3000W jedoch eher noch zu den „Leichtgewichten“, was auch ihren eher nicht ganz so hohen Einzelkapazitäten zu verdanken ist.

Mit zwei Batterien, eine links, eine rechts getragen, kommst Du so auch mehrere Etagen hoch ohne Dir etwas zu verzerren. Dazu tragen aber auch ihre Form und Größe bei.

 

 

Batterieform und -größe

 

Die längliche Form und ihre Größe, oder besser Höhe, machen das Tragen sehr praktisch:

So mußt Dich nicht soweit herunterbeugen um sie hochzuheben oder wieder abzusetzen.

Ausserdem sind sie so schmal, dass Du sie dicht am Körper tragen kannst, also Deine Arme dabei nicht so abwinkeln mußt.

Wir können betätigen, dass wir mit den Batterien des SUN 3000W das beste „Batterietrageerlebnis“ von Elektrorollern bisher hatten. :)

 

 

Laden

 

Ladezeit

 

Das Ladegerät lädt mit 6 A. Bei der Batteriekapazität von 23,4 Ah ergibt das also rein rechnerisch eine Ladezeit von knapp vier Stunden, wenn Du die Batterie von 0 auf 100 % laden würdest. Pro Batterie.

Drei Dinge dazu:

  • Es wird (hoffentlich) praktisch nie vorkommen, dass Du die Batterie von 0% aufladen musst. Erst recht nicht, wenn Du, wie von uns empfohlen, ohnehin immer eine zweite Batterie an Bord hast. Das vollständige Entladen von Batterien ist nicht gut für deren Lebensdauer.
  • Bei ca. 10% Restbatterieladung reduziert sich beim SUN 3000W, wie bei (fast) ausnahmslos allen Elektrorollern die mögliche Höchstgeschwindigkeit deutlich, was das Fahren auf der Straße eher unpraktisch macht, und daher z.B. auch bei unserer Reichweitenbetrachtung generell abgezogen wird. Dazu, wie sich der SUN 3000W in diesem Ladebereich verhält gleich mehr.
  • Die Faustregel, dass das Laden der ersten 80% der Batteriekapazität ungefähr so lange dauert, wie das Laden der restlichen 20% relativiert die Ladezeiten etwas.

Also wie lange dauert das Laden denn im Alltag nun?

Wie bei allen Elektrorollern: rechne einfach ein paar Stunden, wenn die Batterie(n) ziemlich leer sind.

 

 

Das Laden selbst

 

Stecke das Ladegerät an die Batterie und das andere Ende in die Steckdose.

Das Ladegerät zeigt dann eine rote Leuchte.

Wenn die Batterie ungefähr 95% Ladestand erreicht hat blinkt die rote Leuchte.

Sobald die Batterie voll geladen ist, wird die Leuchte grün.

Du bekommst aber auch eine „akustische“ Rückmeldung, denn der Lüfter im Ladegerät hört sofort auf zu drehen.

Das hörst Du, denn der Lüfter ist nicht gerade leise. Er macht zwar einen guten Job, denn das Ladegerät wird nicht heiß (das haben wir bei anderen Marken schon anders erlebt). Auch die Batterien werden beim Laden nur gerade handwarm.

Aber das Geräusch ist, solange Du im selben Raum bist, nicht zu überhören.

Es gibt, wenn Du z.B. eine Garage hast, noch die Möglichkeit die zu ladende Batterie im Roller angesteckt zu lassen, und das Ladegerät von aussen an die Buchse im Fussraum am Roller anzuschließen.

 

 

Beachte dabei jedoch, dass im Roller immer nur eine Batterie zur Zeit angeschlossen ist. Wenn Du zwei Batterien laden möchtest mußt Du also, nachdem eine Batterie fertig geladen ist, den Stecker im Roller auf die zweite Batterie umstecken.

 

 

Reichweite

 

Viele Dinge wirken sich auf die Reichweiten von Elektrofahrzeugen aus.

  • FahrerInnengewicht
  • Stadtverkehr (Stop-and-go)
  • Fahrverhalten
  • Geschwindigkeit
  • Aussentemperatur

Aber natürlich auch die Motorleistung (mehr Leistung verbracht mehr Strom) und vor allem die Batteriekapazität, bzw. der Energieinhalt der Batterien.

Wir bereiten gerade einen ausführlichen dreiteiligen „Reichweitenguide“ für Elektroroller (e-Scooter und e-Motorroller) vor, wo wir auf die Details genau und leicht verständlich eingehen.

 

Genereller Tipp:

eScootee Faustregel für die Vorhersage von Reichweiten von 45 Km/h Elektrorollern:

Pro Ah (Amperestunde) Batteriekapazität kannst Du mit realistischen 1 - 1,5 Km praktisch nutzbarer Reichweite im Stadtverkehr rechnen.

Stärkere Roller verbrauchen mehr, haben also eine geringere Reichweite, als schwächer motorisierte Roller.

Und der Wert gilt für männliche Fahrer.

Frauen schaffen meistens mit dem gleichen Fahrzeug ca. 30% mehr Reichweite als Männer, denn sie haben im Durchschnitt ein niedrigeres Körpergewicht und auch einen „vernünftigeren“ (weniger „sportlichen“) Fahrstil.

Ausserdem beziehen Herstellerangaben generell die letzten 10-15% Batterieladung mit ein, bei denen (fast) alle Elektroroller (e-Scooter und e-Motorroller) in den „Kriechmodus“ schalten. Dabei können z.B. 45 Km/h Elektroroller dann nur noch ca. 20 Km/h fahren.

Wir rechnen diese „Reserve“ daher natürlich nicht mit in die realistische City-Reichweite von Elektrofahrzeugen mit ein.

 

e-kuma gibt für den SUN 3000W eine Reichweite von 40-55Km pro Batterie an, und hat uns für die kalte Jahreszeit realistische 35 Km vorhergesagt.

Die 35 Km pro Batterie haben wir tatsächlich erreicht, bis zur Limitierung bei ca. 10% Restbatterieladung.

Allerdings fahren wir unsere Reviewfahrten mit frisch geladen Batterien. D.h., diese kommen aus einer Zimmertemperatur-Umgebung wenn wir losfahren, und sind nicht durch die Aussenluft heruntergekühlt.

Daher sind die 35 Km pro Batterie auch für die warme Jahreszeit ein realistischer Wert.

Neue Batterien brauchen einige Ladezyklen, um ihre volle Kapazität zu erreichen. Doch das sind dann nur einige wenige extra Km.

Mit 35 Km bei einer 23,4 Ah Batterie sind das fast genau 1,5 Km pro Ah.

Für einen Elektroroller mit 3000 Watt Nennleitung und 3.800 Watt Maximalleistung sind 1,5 Km pro Ah Batteriekapazität ein sehr guter Wert. Der SUN ist also sparsam.

Zum Vergleich:

Die NIU Roller der N-Serie im Felyx Sharing haben mit ihren zwei Batterien zusammen eine relistische Reichweite von ca. 70 Km (bei hohen Temperaturen ein wenig mehr). Dafür haben sie aber zwei 35 Ah Batterien (ebenfalls mit 60 V) an Bord. Der SUN ist also deutlich sparsamer.

Wenn Du, wie von uns empfohlen, den SUN 3000W mit zwei Batterien kaufst, kannst Du als männlicher Fahrer ebenfalls mit realistischen 70 Km in der Stadt rechnen, als weibliche Fahrerin sogar eher mit 90 Km.

Das ist nach unserer Erfahrung eine gut nutzbare praktische Alltagsreichweite.

Für Deine meisten Fahrten wirst Du nicht mal eine Batterie leer fahren.

Aber Fahrten in der City, die dann doch mal etwas länger sind, sind dann für Dich ebenfalls entspannt möglich. Und die kommen auf jeden Fall mal vor, z.B. bei kleinen Ausflügen am Wochenende innerhalb der Stadt.

 

 

Limitierung bei ca. 10% Batterierestladung

 

Die meisten Elektro-Motorroller schalten bei 10 oder 15% Restbatterieladung in einen Stromsparmodus, den wir „Kriechmodus“ nennen.

Bei 45 Km/h-Elektrorollern fällt dann die Höchstgeschwindigkeit typischerweise auf 20 Km/h.

Beim SUN 3000W ist das bei ca. 10% Restbatterieladung ebenfalls der Fall. Dann sind noch ungefähr 2 bis 3 Km Fahrt möglich.

Allerdings tut er das auf eine sehr spezielle Weise.

Du kannst dann eigentlich noch 35 Km/h fahren allerdings so, dass er „ruckelt“, so als würdest Du immer wieder Strom geben und Strom wegnehmen. Wenn Du dann selbst auf 20 Km/h heruntergehst fährt er diese dann allerdings ruckelfrei.

Es ist so als würde der Roller Dir sehr deutlich sagen, dass er jetzt bitte gern Strom hätte. Und zwar sofort. :)

Im Display leuchtet dann auch eine blinkende rote Ladesäule auf.

 

 

Stauraum

 

Handschuhfach

 

 

Der SUN 3000W hat vorn in der Verkleidung ein abschließbares Handschuhfach.

Das ist mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, obwohl es ein sehr nützliches Feature ist.

Im rechten Teil der Klappe ist ein eigebautes Fach, das verhindert, das Dinge im Handschuhfach herumfliegen, oder beim Öffnen leicht herausfallen.

Das ist besonders nützlich, wenn Du Dein Telefon dort z.B. zum Laden ablegst.

 

 

USB-Ladebuchse im Handschuhfach

 

Im linken Teil des SUN 3000W Handschuhfachs befindet sich eine USB-A-Ladebuchse, mit der Du z.B. Dein Telefon aufladen kannst.

Diese lädt allerdings nur während der Roller eingeschaltet ist.

 

 

Gepäckhaken

 

Das meistunterschätzte Teil an einem Elektro-Motoroller ist der Gepäckhaken im Fussraum.

Dort kannst Du während der Fahrt Deine (Einkaufs-)Tasche einhängen, so dass sie sicher im Fussraum stehen kann.

Der SUN hat einen feststehenden Hacken, der Taschengriffe oder -gurte gut hält, was leider auch nicht bei allen Rollern selbstverständlich ist.

 

 

Raum unter der Sitzbank

 

 

Unter der Sitzbank des SUN 3000W befinden sich eine oder zwei Batterien.

Was gleich auffällt ist, dass trotz der Batterien noch etwas Raum für ein paar andere Dinge bleibt.

Natürlich könntest Du das Ladegerät leicht mit unterbringen. Aber selbst damit hättest Du noch Raum, um eine kleine flache Tasche oder eine Jacke oder ähnliches unterzubringen.

Das ist bei den meisten Elektrorollern leider die Ausnahme.

e-kuma sagte uns, dass mit nur einer Batterie auch ein Jethelm ins Fach passen könnte.

Mit einem unserer Jethelme hat es geradeso nicht gepasst, d.h. die Sitzbank konnte nicht voll geschlossen werden.

e-kuma hat selbst einen Jathelm im Angebot, mit dem es vielleicht passen könnte (mit einer Batterie). Wir haben diesen jedoch noch ausprobiert.

Was jedoch passt, auch mit zwei Batterien, sind sogar zwei Halbschalenhelme.

 

 

Größenvergleich Helme

 

 

Extra-Info:

Halbschalenhelme sind neben Integralhelmen (voller Rundumschutz) und Jethelmen (offener Gesichtbereich) die dritte (und am wenigsten sichere) Kategorie von Helmen.

Während wir jedem für die Stadt wenigstens einen Jethelm empfehlen, fahren wir selbst (inkonsequenterweise) immer mal wieder mit Halbschalenhelmen, weil diese sich so gut unterbringen lassen.

Jedoch sind die in Deutschland erhältlichen Halbschalenhelme meist nur bessere (oder sogar schlechtere) Fahrradhelme und ausdrücklich nicht zu empfehlen.

Anders sieht es in den USA aus, wo es DOT (Department of transportation, das amerikanische „Kraftfahrt Bundesamt“) geprüfte Halbschalenhelme gibt, die besseren Schutz bieten.

In Deutschland sind Halbschalenhelme zwar nicht illegal, können jedoch im Verletzungsfall bei einem Unfall zu Problemen mit der Versicherung führen.

 

 

Alarmanlage

 

Der SUN 3000W besitzt eine Alarmanlage.

Diese hat jedoch zwei Einschränkungen:

  • Sie funktioniert nur, wenn die Batterie(n) an Bord ist/sind, weil der Roller (wie die meisten) keine zusätzliche Pufferbatterie hat.
  • Das Ein- und Ausschalten ist wirklich nicht leise.

Der letzte Punkt ist ein bisschen schade, denn ansonsten ist der SUN 3000W erfreulich „unnervig“: kein elektronisches Mini-Konzert beim Einschalten und kein Biepen beim Blinken.

Diese Ruhe beim Starten und Abbiegen ist beim SUN 3000W schon fast ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Solange Du die Alarmanlage nicht einschaltest.

Was uns an der Alarmanlage gefällt: wenn jemand versucht den Roller bei eingeschalteter Alarmanlage zu bewegen, wird nicht nur der Alarm ausgelöst, sondern auch das Hinterrad blockiert, so dass der Roller nicht einfach weggeschoben werden kann.

 

 

Starten „ohne“ Schlüssel

 

Sobald die Batterie(n) an Bord ist/sind, hast Du zwei Möglichkeiten den SUN 3000W zu starten:

Mit dem Schlüssel im „Zündschloss“, das auch die Sitzbank und das Lenkradschloss entriegelt.

Mit dem „Shut“-Knopf kannst Du ausserdem die Schlüsselöffnung selbst (z.B. gegen Regen) verschließen und mit einer sechseckigen Form am Schlüssel wieder öffnen.

 

 

Oder Du startest den Roller mit der Fernbedienung:

 

 

In der Praxis wirst Du den Schlüssel eher benutzen, denn nur so kannst Du das Lenkradschloss entriegeln oder das Batteriestaufach öffnen.

Du könntest höchstens den Schlüssel für die Fahrt einstecken, damit er solange nicht im Zündschloss steckt.

Empfehlenswert finden wir das nicht. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Schlüssel und die an ihm hängende Fernbedienung unbemerkt während der Fahrt aus der Tasche fallen ist unendlich größer, als dass der Schlüssel bei der Fahrt aus dem Zündschloss rutscht.

 

 

Licht

 

Das Licht ist, wie vorgeschrieben, während der Fahrt immer eingeschaltet.

Du kannst zwischen normalem Fahrlicht und Fernlicht wählen.

Du hast vorn und hinten LED-Beleuchtung, d.h., Du musst Dir um das Wechseln von durchgebrannten Glühlampen keine Gedanken machen.

Zusätzlich zum Fahrlicht befindet sich vorn in der Mitte der Verkleidung ein markanter senkrechter Leuchtstreifen, der elegant aussieht.

 

 

Genau genommen sind an den seitlichen „Backen“ noch zusätzliche Leuchtstreifen, die aber aus rechtlichen Gründen in Deutschland abgeklemmt sind.

 

 

Zuerst das Gute:

Weil das Fahrlicht (wie bei den meisten klassischen Vespas) im Lenkerelement eingebaut ist, leuchtet es immer in die Richtung, in die Du lenkst. Beim Auto nennt man das z.B. gern „aktives Kurvenlicht“. :)

Vor Dir wird also immer der richtige Bereich ausgeleuchtet.

Zum Vergleich: bei den bereits genannten Sharing Rollern ist das Fahrlicht jeweils in die fest stehende Verkleidung eigebaut. Es lenkt also nicht mit.

Das Licht des SUN 3000W ist hell in dem Bereich, den es ausleuchtet und hat die LED-typische „klare“ Farbtemperatur. Du wirst auch definitiv sehr gut von anderen gesehen.

Jedoch finden wir den „Lichtkegel“ etwas eng und kurz. Genau genommen wird ein helles Rechteck auf die Straße geworfen, das gern etwas breiter, aber vor allem etwas länger sein könnte.

Abhilfe schafft jedoch das Fernlicht.

Das Fernlicht wirft ein weiteres, etwas kleineres zusätzliches Rechteck mit auf die Straße, das das Fahrlicht nahtlos „verlängert“.

Da das Fernlicht nicht so hoch eingestellt ist, dass es den Gegenverkehr oder Passanten blenden würde, ist es eigentlich die fehlende Ergänzung zum normalen Fahrlicht.

Deshalb haben wir es schliesslich in der Nacht auch immer mit eingeschaltet.

Was ist aber, wenn Du wirklich mal ein Fernlicht brauchst?

Tatsächlich sind 45 Km/h-Roller Stadtfahrzeuge. Und so stellt sich die Frage eigentlich garnicht erst.

 

 

Ständer

 

Der SUN 3000W hat zwei Ständer:

 

Mittelständer

Der Hauptständer stellt den Roller sehr fest ab. Das ist die beste Parkstellung für den Roller.

Das Aufziehen auf den Ständer ist leicht und erfordert nicht viel Kraftaufwand.

 

 

Seitenständer

Der „coole“ Ständer mit dem jeder Roller immer etwas „italienischer“ aussieht.

 

 

Auch mit dem steht der Roller sicher. Aber eben (liegt in der Natur der Sache) nicht ganz so fest und unbeweglich wie auf dem Mittelständer.

Wir benutzen Seitenständer (bei allen Elektrorollern) eigentlich fast nur für Fotos, wenn wir ehrlich sind.

 

 

 

Gepäckträger

 

Serienmäßig kommt der SUN 3000W mit einem Haltegriff für Mitfahrende. Dieser lässt sich jedoch austauschen.

 

 

Optional kannst Du für 59 Euro ein Topcase in der jeweils gleichen Farbe wie den Roller bekommen.

Das Topcase ist zwar nützlich, z.B. um dort Einkäufe oder auch zwei Jethelme unterzubringen. Und es hat auch ein Rückenpolster für Mitfahrende.

Jedoch ist ein dauerhaft mitfahrendes Topcase optisch nicht jedermanns Sache.

 

 

Wenn Du das Topcase selbst abschraubst bleibt aber die Halterung zurück, die ein perfekter Gepäckträger ist, um darauf z.B. einen Supermarktkarton mit Einkäufen festzuzurren.

Wir machen das im Team seit Jahren so mit unseren Einkäufen mit Rollern. Zusammen mit Taschen im Fussraum und zusätzlich einem Rucksack, läßt sich so wirklich viel transportieren.

Und der Gepäckträger stört die schöne Form des SUN 3000W nicht, wie Du hier auf allen Fotos des Reviews sehen kannst.

 

 

 

Bedienelemente

 

Am linken Griff findest Du die Schalter für Fernlicht, Blinker, Hupe und den "Rücckwärtsgang" (dazu weiter unten mehr).

 

 

Am rechten Griff, dem "Stromgriff", sind die Schalter für "Fahrbereitschaft", Warnblinker, Notabschaltung und Fahrstufe.

 

 

 

Display

 

Das Display des SUN ist hell und lässt sich auch im Sonnenlicht gut ablesen.

 

 

Angezeigt werden die nötigsten Informationen:

 

Geschwindigkeit

Wir haben mit GPS nachgemessen. Der Tacho geht um ca. 2 Km/h vor. Das ist für einen normalen Elektroroller ziemlich genau.

 

Fahrstufe

Der SUN hat zwei Fahrstufen:

1: bis 30 Km/h
2: die vollen 45 Km/h

Auf die Motorleistung haben die Fahrstufen keinen Einfluss.

Du wirst also wahrscheinlich immer mit Fahrstufe 2 fahren.

Wobei Fahrstufe 1 in einem größeren 30er-Zonen-Gebiet Sinn machen kann, um nicht aus Versehen zu schnell zu fahren.

 

Gesamtkilometer

Einen Tageskilometerzähler gibt es nicht. Das wäre zwar nett gewesen, ist aber für viele Roller leider normal.

 

Blinker links oder rechts

Du siehst, ob der Blinker blinkt und auch auf welcher Seite. Das kann nützlich sein, wenn Du mit dicken Handschuhen nicht sicher bist, ob Du den Blinker wirklich gesetzt hast. Denn der Blinker macht nicht wie die meisten anderen Roller ein „Blink-Geräusch“.

Gerade das „Fehlen“ dieses Geräuschs haben wir aber als sehr angenehm empfunden.

 

Fernlicht

Dir wird angezeigt, ob das Fernlicht zugeschaltet ist.

 

Batteriestandswarnleuchte

Das ist die Leuchte, die Dir signalisiert, wenn der Roller dringend geladen werden möchte.

 

Batteriestand

Diese Anzeige zeigt Dir den Ladestand der angeschlossenen Batterie.

Einmal mit farbigen Balken und links daneben mit der Restspannung der Batterie.

Auf dem Foto siehst Du die Anzeige bei einer vollen Batterie, also 66 Volt, diese fällt beim Fahren und Entladen langsam auf ca. 57 Volt.

Warum nicht stattdessen ein nützlicherer %-Wert für den Ladestand angegeben wird, finden wir tatsächlich etwas kurios und schreiben wir etwas wohlwollend dem eigenen „Charakter“ des Rollers zu.

Aber was bedeutet das für eine verlässliche Restreichweitenabschätzung?

Unser Tipp: Beim Losfahren mit voller Batterie ein Blick auf die Kilometeranzeige. Plus ca. 35 Km. Soweit kommst Du.

Ist nicht elegant, aber funktioniert.

Trotzdem: das ist auf jeden Fall nachbesserungswürdig.

 

 

Keine App

 

Der SUN hat keine App, kein Bluetooth etc.

Also so wie er ist, so fährst Du ihn.

 

 

Sitzposition

 

Wegen seiner Größe fährt sich der SUN für viele mittelgroße bis große Leute bequemer als die schon genannten Sharing Roller-Modelle.

Bei diesen Sharing-Rollern (NIU N-Serie und Yadea G5) sind die Beine für viele doch etwas stark angewinkelt.

Das ist auf kürzen Strecken nicht wirklich störend.

Jedoch kennen wir Leute, die durch die stärker angewinkelten Beine auch „krummer“ auf den Rollern sitzen und nach längeren Fahrten schon mal etwas „Rücken“ bekommen können.

Beim SUN fällt es viel leichter entspannt gerade zu sitzen. (Sieht auch beim Fahren „Chef-iger“ aus. :) )

 

 

Rückwärtsgang

 

Wenn Du im Stand den R-Knopf am linken Griff gedrückt hältst und dann „Strom“ gibst, schiebt der Roller sanft Rückwärts.

 

 

Das kann beim Umsetzen nützlich sein. Jedoch ist der Roller nicht so schwer, dass das wirklich nötig wäre.

 

 

Sozius

 

Mitfahrende haben genug Platz, um bequem zu sitzen.

Die Füße stellen sie auf den ausklappbaren Fussrasten ab.

 

 

Bremsen

 

Der SUN 3000W hat vorn und hinten hydraulische Scheibenbremsen.

 

 

Diese verzögern gut und sind gut dosierbar.

Das Problem der zu fest zupackenden Vorderradbremsen, das wir bei einem bekannten anderen Hersteller oft gesehen haben, besteht hier nicht.

 

 

Fahren

 

Lautstärke

 

Wie fast alle Elektroroller mit Radnabenmotoren ist auch der SUN 3000W angenehm leise beim Fahren.

Auch, dass er beim Blinken nicht „biept“ finden wir angenehm.

 

 

Federung

 

Auf den ersten Kilometern fanden wir Federung und auch die Sitzbank etwas hart.

e-kuma sagte uns, dass sich das schon bald geben würde. Tatsächlich ist das Fahren schon bald komfortabler geworden.

Wer es gern noch weicher hätte könnte auch (mit entsprechendem Werkzeug) die Vorspannung der hinteren Federbeide noch verringern.

 

 

Die Härte der Vorderradfederung lässt sich jedoch nicht verstellen.

Nach unserer kleinen Einfahrzeit haben wir an der Federung nichts auszusetzen.

Wir fänden aber generell eine etwas weichere Federung (wie bei praktisch allen Elektrorollern), besonders am Vorderrad noch besser.

 

 

Fahrverhalten

 

Lenkverhalten

Unterschiedliche Roller sind in Fahr- oder besser Lenkverhalten unterschiedlich ausgelegt.

Wenn Du den NIU der N-Serie von Felyx probierst, findest Du ein unserer Meinung nach sehr gelungenes Kurvenverhalten. Es ist ein bisschen so, als konntest Du ihn freihändig durch die Kurven lenken.

Der Yadea G5 den Du bei emmy fahren kannst will dagegen am liebsten einfach nur gerade aus fahren.

Beides kann man mögen.

Der SUN liegt irgendwo dazwischen.

Er ist nicht so der Kurvendynamiker wie der NIU aber auch nicht der etwas „sture“ Geradeausläufer wie der Yadea.

 

 

Beschleunigung

Im ersten Moment prescht der SUN 3000W trotz seiner 3.000 bzw. 3.800 Watt nicht so stürmisch vor, doch er zieht zügig hoch, was man vor allem im Vergleich zu anderen Fahrzeugen im Verkehr merkt.

Dieses Verhalten hat er wohlgemerkt, wenn der oben genannte „versteckte Stecker“ zusammengesteckt ist. Ohne diesen ist er ein bisschen ungehobelt, ohne wirklich schneller zu sein.

„Zusammengesteckt“ ist er also ein flotter „Gentleman“ statt eines Rugbyspielers, wenn Du verstehst was wir meinen.

Das passt gut zu seinem, wie wir finden, eleganten Äusseren.

 

 

Höchstgeschwindigkeit

Die erlaubten 45 Km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht er jederzeit. Laut Tacho sind das dann 47.

Mit frisch auf 100% geladener Batterie hatten wir für die ersten 5 Km aber auch schon 52 (also ungefähr echte 50) Km/h auf der Anzeige.

 

 

Steigungen

In Hamburgs schönem Stadtteil Blankenese gibt es eine Straße, die den Waseberg hochführt und selbst den gleichen Namen trägt. Auf der abschließenden Geraden beträgt die Steigung durchgehend ca. 16%.

Auf diesem Stück kommt jeder Elektroroller an seine Grenzen. Die Frage ist nur wo diese jedesmal liegt.

Beim SUN liegt sie bei 34 Km/h , die er mit einem männlichen Fahrer mit durchschnittlichem Körpergewicht dauerhaft halten kann.

Das ist für einen 45 Km/h Roller ein wirklich guter Wert.

 

 

Preis

 

Den e-kuma SUN bekommst Du für günstige 2.649,- Euro (plus Versandkosten) mit einer Batterie.

Eine zweite Batterie bekommst Du für 599,- Euro. Das ist ebenfalls vergleichsweise günstig. Zusatzbatterien kosten bei anderen Marken (je nach Hersteller und Kapazität) oft zwischen 900 und 1.500 Euro.

Damit liegt der SUN 3000W (mit zwei Batterien) rund 500 bis 1.000 Euro günstiger als vergleichbare Modelle anderer Marken mit dem gleichen Design.

Dazu kommen folgende Lieferkosten:

  • Bis 85 Km um Buchholz herum: 89 Euro
  • Übrige Regionen: 129 Euro
  • Selbstabholung vor Ort kostenfrei

Warum ist er günstiger, als seine Mitbewerber?

Der SUN 3000W ist vor allem etwas einfacher ausgestattet als seine Konkurrenten:

  • keine App
  • kein GPS
  • eher "mittlere" Batteriekapazität (wenn Du ihn mit nur einer Batterie kaufst), daher empfehlen wir ihn vor allem mit zwei Batterien zu kaufen
  • Mit zwei Batterien an Bord, musst Du, wenn eine Batterie leergefahren ist, den Stecker selbst von einer auf die andere Batterie umstecken (trifft auch bei einigen anderen Herstellern zu)
  • Keine Batterieladestandsanzeige in %, sondern in Restspannung (Volt)
  • Sicher spielen auch die Einkaufskonditionen von e-kuma auf Grund der engen Verbindung zum chinesischen Markt eine Rolle

 

 

Fazit

 

Zum Zeitpunkt dieses Fazits sind wir den SUN 3000W jetzt bereits mehrere Batterieladungen vor allem bei niedrigen Temperaturen gefahren.

Wir schätzen sein schönes Design und seine unaufgeregte aber zügige Fahrweise.

Besonders mit dem matten, leicht schimmernden Schwarz sieht er einfach „stimmig“ und „klassisch“ aus.

 

 

Uns gefällt auch, dass er ein Handschuhfach (mit USB-Ladebuchse) hat, und die Möglichkeit ein paar kleine Dinge, trotz der Batterien, mit unter der Sitzbank unter zu bringen.

Seine Größe spricht wahrscheinlich eher männliche Fahrer an.

Wer auf eine App und eine Ladestandsanzeige in % verzichten kann, für den ist der SUN 3000W ein sehr interessantes und günstiges Angebot.

Manchen wird die Reichweite mit einer Batterie für die täglichen Fahrten vielleicht gerade so reichen.

Aber wir empfehlen gleich zu einer zweiten Batterie zu greifen. Damit hat der Roller auch im Stop-and-go-Verkehr in der Stadt eine realistische Reichweite von wenigstens 70 Km. Das ist nach unserer Erfahrung der „Sweet-Spot“ für Elektroroller.

Wir mögen dabei auch Form und Gewicht der Batterien, die den Umgang mit ihnen leicht macht.

Eine Empfehlung ist auf jeden Fall auch das Topcase zu nehmen, vor allem wegen des Gepäckträgers mit dem es kommt.

Ist der SUN 3000W also seinen Preis von knapp ca. 3.250,- Euro (mit zwei Batterien) wert?

Ja, definitiv.

Wir finden, dass er ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat, und wir geben gern eine Kaufempfehlung für ihn (vor allem mit zwei Batterien).

 

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